„Versenkt“ mit dem Coburger Marsch

Friedberg Zu den Klängen des Coburger Marsches „versenkte“ die Stadtwache am gestrigen Abend den Dirigenten der Friedberger Jugendkapelle, Andreas Thon.

17.07.2010

„Versenkt“ mit dem Coburger Marsch

Mit Rohrstock dirigiert Herbe Vorwürfe musste sich Andreas Thon, der Dirigent der Jugendkapelle, gefallen lassen. Er sei gar streng mit seinen Schützlingen und dirigiere mit dem Rohrstock mit voller Härte, verkündete Ankläger Reinhold Korper. Zudem reise er gerne in fremde Länder und lasse dort die Kinder für ihn schwer arbeiten. Der Dirigent mache hingegen nur ein paar kleine Handbewegungen. Kein Wunder, dass die Rettungsversuche der Musiker für ihren Oberen nur schwach ausfielen im Gegenteil. So manches Mädchen nutzte die Gelegenheit, Thon mit „Unkenpfuhlwasser“ zu bespritzen und sein Absenken in die Bäckertaufe begleitete die Jugendkapelle sogar mit Musik. Der Coburger Marsch wurde gespielt, als Thon in den Bottich musste. „Es klappt hervorragend ohne Dich“, meinte Ankläger Korper und übernahm in diesem Fall das Dirigieren.

Paul Augustin Wunderbar finden die Stadtwächter die Fischerhütte, weil sie dort ihren Durst stillen können. Doch nun will Hütten-Baumeister Paul Augustin von den Fischern den prächtigen Bau vorzeitig abreißen. Dies hätte aber zur Folge, dass die Wache auf dem Trockenen gesessen wäre. Dafür wurde „Paul, die Sprotte“, wie er auch genannt wird, umso nasser.

Er durfte sich schon am Pranger im feuchten Element fühlen fast wie ein Fisch. Noch eines hatte den Zorn von Ankläger Reinhold Korper gesteigert. Der Fischer hatte selbst gefangenen Fisch angeboten. Dass aber Rollmöpse mit Gürkchen und Zahnstochern im Friedberger See schwimmen, das kann man nicht einmal der Friedberger Stadtwache weismachen.

(pkl/scha), © Friedberger Allgemeine

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