Viele Geschenke für ein gar nicht kleinlautes Geburtstagskind

28.03.2009

Friedberg (glb) - Über 160 Mitwirkende, höchst erfolgreiche Bläser, eine Welturaufführung, die Präsentation der Chronik und Musik, Musik, Musik … Die Städtische Jugendkapelle (Juka) feierte mit einem imposanten Abend ihr 40-jähriges Bestehen. Die Stadthalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Es schien, als ob ganz Friedberg mitfeierte. Sogar Gäste aus dem französischen Bressuire waren extra angereist: Gabriel Liégeois und Christiane Pizon vom dortigen Partnerschaftskomitee ließen es sich nicht nehmen, Andreas Thon und seinen jugendlichen Bläsern zu gratulieren.

Viele Geschenke für ein gar nicht kleinlautes Geburtstagskind

Dem Zusammenwirken vieler Helfer ist es zu verdanken, dass das Jubiläumskonzert ein solcher Erfolg wurde. Thon bedankte sich stellvertretend für alle bei der langjährigen Elternbeiratsvorsitzenden Regine Nägele. Die musikalische Arbeit ist am Dirigenten hängen geblieben, hatte er doch das Programm zusammengestellt und mit seinen Orchestern einstudiert. Zu Hilfe kam ihm Peter Schnur mit seinem Kinder- und Jugendchor und dem Kirchenchor von St. Jakob. Die Jüngsten machten den Anfang. Das B-Orchester und der Kinderchor zeigten, dass sie auch ohne langjährige Erfahrung das Publikum begeistern können. Eine der Jüngsten, Julia Bauer, absolvierte ihr erstes Flötensolo. Nicht einmal für die Moderation wurden Erwachsene gebraucht. Das erledigten Julia Satzger und Sandra Dempfle. Der gewaltige Klangkörper aus A-Orchester und Kirchenchor spielte und sang durch alle Epochen vom italienischen Belcanto über Abba bis zu Andrew Lloyd Webber.

Was wäre eine Geburtstagsfeier ohne Geschenke? Heinz Bolleininger, der Vorsitzende des „Vereins zur Förderung der musikalischen Ausbildung“ brachte einen Scheck über 2 000 Euro. „40 Jahre Musik und dazu viel Spaß, das muss honoriert werden“, meinte er.

Marsch von Stadträtin

Zum Jubiläum gab es schließlich noch die Welturaufführung des Friedberg-Marschs. Andreas Thon hatte ihn komponiert; was noch gefehlt hatte, war der Text. Am ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligten sich acht Friedberger. Die Jury entschied sich schließlich für den Text von Stadträtin Beate Euler.

Die ersten 40 Jahre waren eine Erfolgsgeschichte. Regine Nägele hat das in ihrer auf dem Konzert vorgestellten Chronik dokumentiert. Wenn Andreas Thon und seine Jugendlichen so weiter machen, werden sie sich auch die nächsten 40 Jahre gut anhören.

Ehrungen Dafür war in der Vergangenheit und ist auch künftig Ausbildung nötig. Auch in diesem Jahr hatten junge Musiker der Städtischen Jugendkapelle an den Bläserprüfungen teilgenommen. Und das mit großem Erfolg. Katharina Jais, Monika Horn, Stefanie Herbst, Stefanie Walkmann und Fabian Zangl hatten alle einen Einserschnitt erreicht, Matthäus Micha sogar die Note 1,0. Hans Rabl, der Bezirksvorsitzende des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, ließ es sich nicht nehmen, diese Jugendlichen persönlich zu ehren. Alfred Hoschek war seinerzeit Gründungsmitglied der Juka, seit Samstag ist der Hornist nun Ehrenmitglied.

© Friedberger Allgemeine

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