250 Jahre Wallfahrtskirche Herrgottsruh - Eine Raststelle für die Menschen heute

12.10.2003

Die Pfarrei St. Jakob machte den Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten. Am Samstag, den 11. Oktober zogen zahlreiche Menschen von der Stadtpfarrkirche nach Herrgottsruh.

250 Jahre Wallfahrtskirche Herrgottsruh - Eine Raststelle für die Menschen heute

Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten des 1. Bauabschnittes zeigt sich die barocke Wallfahrtskirche in hellem Licht. Raum wurde geschaffen, zum Durchschreiten des Kirchenschiffes genauso wie im Altar-Bereich.
Raum, der einlädt, hereinzukommen, innezuhalten, zu rasten.
Raum, der im barocken Sinne einen Abglanz des Himmels für die Menschen zeigen soll in ihren rastlosen und gehetzten Zeiten.

Ein Raum, der eine Rast-Stelle sein möchte.

P. Josef Danko SAC ist dieses „Rasten“ besonders wichtig. Vom alttestamentlichen Abraham bis zu Jesus spinnt er in seiner Predigt die Rast-Gedanken.
Für die „neue“ Wallfahrtskirche hat er ein kleines Büchlein geschrieben: Eine Meditation mit den Kreuzwegbildern aus Herrgottsruh. Auch eine Einladung zum Innehalten.

Die Einkehr beim Ruh-Herrle hat Tradition in Friedberg. So sind in früheren Zeiten regelmäßig Wallfahrten von St. Jakob nach Herrgottsruh gegangen.

Heute ist dies eher selten, doch sind es die einzelnen Menschen, die aus der Hektik der Stadt gehen und in der Kirche vorbeischauen, nicht selten verbunden mit einem Besuch des Friedhofs.

Dass die Gemeinde St. Jakob sich anlässlich des Jubiläums aufmacht und den Weg nach Herrgottsruh geht, folgt dieser Tradition und zeigt gleichzeitig die Verbundenheit der Pfarrei mit der Wallfahrt.

Heraustreten aus dem Alltag und zum Pilger, zur Pilgerin werden, wie der hl. Jakob, dazu lud P. Michael Pfenning SAC die Gläubigen ein.

Der traditionelle Pilgerzug folgt einer genauen Ordnung.
Das Kreuz, die Fahnenabordnungen, die Geistlichen, die Zunftstangen, das Volk.

Und dazwischen die Jugendkapelle der Stadt Friedberg, die mit ihrer schönen Musik den Zug begleitet.

Angekommen in Herrgottsruh begrüßt P. Wilfried Kunz SAC die Menschen. Er freut sich, man spürt es, über dieses Fest.
Und im gemeinsamen Gottesdienst sind Freude und Dank, Ruhe und Lobpreis dicht beieinander. Der Kirchenchor von St. Jakob unter der Leitung von Peter Schnur singt in neuen geistlichen Liedern davon; und auch von der Ruhe, die in Gott gefunden werden kann.

Danach lädt die Kirchenverwaltung von Herrgottsruh zur Begegnung ein und lässt dabei das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen.

Denn zum Rasten gehört beides: Für Leib und Seele zu sorgen!

© Pfarrei St. Jakob

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