Die Mutter mag es schmissig

Wie Nachwuchsmusiker der Realschule und der Jugendkapelle den Geschmack der Hauptpersonen treffen.

08.05.2016

Die Mutter mag es schmissig

Vor dem ersten Mal war Jugendkapellenleiter Andreas Thon noch skeptisch gewesen. Ob ein Konzert am Vormittag des Muttertags eine gute Idee ist? Ja, es kommt bestens an, wie sich jetzt in der Stadthalle zum wiederholten Male gezeigt hat. Bei der Muttertagsmatinee in der Friedberger Stadthalle ließen sich viele Mütter und Großmütter samt Anhang auf ihren Tag einstimmen. Dafür sorgten im Wechsel das Nachwuchsorchester der städtischen Jugendkapelle und das Schulblasorchester der Konradin-Realschule.

Von Titanic bis zu den Blues Brothers

Zumindest bei dieser Gelegenheit dirigierte erstmals Andreas Bolleininger die jungen Realschüler. Es waren auch Ständchen für seine Mutter Petra Bolleininger, die mit zu den fast 350 Zuhörern zählte. „Sie mag schmissige Musik“, kennt Andreas Bolleininger den Geschmack seiner Mutter. Sein Tipp, was ihr am besten gefallen könnte, lautete vorab: Musik aus dem Kinofilm Titanic und den Blues Brothers-Song „Gimme some lovin‘“. Treffer! Der Sohn lag richtig. Für Petra Bolleininger muss es schmissig sein.

Da hatten ihr Sohn und der andere Andreas namens Thon die passende Auswahl getroffen bis hin zum „Skandal im Sperrbezirk“. 80 Mitwirkende der beiden jungen Orchester boten ein abwechslungsreiches Programm.

Über diese jungen Friedberger Kulturträger hatte sich zuvor Realschulrektor Anton Oberfrank gefreut. Dem Nachwuchs wurde gelauscht. Doch mit im Mittelpunkt standen eben die Mütter. „Ihnen zu Ehren wird heute aufgespielt“, sagte Oberfrank. Vor Konzertbeginn konnte man mit ihnen noch beim Sektempfang anstoßen. Junge Sprecher der beiden Orchester machten sich wohl Sorgen, dass sich andere zurückgesetzt fühlen könnten. Sie hießen darum auch Väter, Großväter, Geschwister, Neffen und Haustiere willkommen. Letztlich waren sich aber alle einig mit den jungen Musikern, die sagten: „Die Mütter spielen die Hauptrolle.“

Andreas Schmidt, © Friedberger Allgemeine

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