Benefizkonzert

Blasmusik vom Feinsten

24.12.2014

Die Gruppen Abgebrasst und Men in Blech aus Friedberg begeistern die Zuhörer in der Rehlinger Pfarrkirche

Benefizkonzert

Durchweg begeistert waren die Zuhörer des Kirchenkonzerts am Sonntag in Rehling. Es passte alles an diesem vierten Advent: die mit Christbäumen bereits weihnachtlich dekorierte Pfarrkirche, sehr gut besetzte Kirchenbänke mit vielen andächtig lauschenden Gästen und natürlich hervorragenden Hauptakteuren. Zehn Bläser in zwei Gruppen gestalteten das Programm der Benefizveranstaltung für indische Mädchen: Abgebrasst, ein Bläserquintett der Jugendkapelle Friedberg, und mit der gleichen Besetzung die etwas älteren Musiker, das Friedberger Blechbläserquintett Men in Blech.
Das gleiche Programm hatten die Musiker einen Tag zuvor in der Pallottikirche in Friedberg zum Besten gegeben, dort als Benefizveranstaltung für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Bereits seit elf Jahren geben die Musiker Benefizkonzerte vor Weihnachten gegen freiwillige Spenden und unterstützen soziale Einrichtungen.
Dann legten sie los. Abgebrasst besteht aus Dominik Bolleininger (Trompete), Lukas Schneider (Trompete), Maximilian Fürst (Horn), Fabian Viets (Posaune) und Sebastian Thon (Tuba). Schon beim ersten Stück, einem Marsch von Henry Purcell, zeigte sich das Können des Quintetts. Ebenso bei den folgenden Stücken „Battle Suite“ von Samuel Scheidt, „In dulci jubilo“ oder „Largo al Factotum“, einer Komposition aus der Oper „Der Barbier von Sevilla“. Auf „Leise rieselt der Schnee“ folgte die schnittige „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg, was die Besucher zu rhythmischen Bewegungen animierte. Der Auftritt wurde abgerundet mit „Gabriels Oboe“, eine von Ennio Morricone komponierte Filmmusik. Lang anhaltender Beifall war der Lohn für diese gelungenen Beiträge. Dann waren die „Blechmänner“, das Friedberger Blechbläserquintett Men in Blech, an der Reihe in der Besetzung Andreas Bolleininger (Trompete), Johannes Steinhart (Trompete), Martin Nägele (Horn), Florian Pötzsche (Posaune) und Peter Funk (Tuba).

Mehr als 1000 Euro kommen für Kinder in Indien zusammen

Auch sie erwiesen sich als Vollblutmusiker und schlossen mit ihrer großartigen Leistung nahtlos an ihre Vorgänger an. Eindrucksvoll erklang „Let the Bright Seraphim“ von Georg Friedrich Händel. Beim „Allegro Moderato“ von Viktor Ewald war spürbar, wie die fünf Instrumente miteinander kommunizieren. Anspruchsvoll war auch „Das Phantom der Oper“, ein Beitrag, der den Musikern alles abverlangte. Zwischen den Musikstücken trug Heinz Bolleininger eine kurze Geschichte vor, in der es um die Bedeutung von Weihnachten in der heutigen Zeit geht. Mit der Volksweise „Kommet ihr Hirten“ und mit „White Christmas“ ging das musikalische Programm weiter. Auch wenn der Schnee fehlt und auch die Temperaturen alles andere als weihnachtlich sind, würden die Songs trotzdem in diese besinnliche Zeit passen, betonten die Musiker selbst. Als Zugabe gab es noch das bekannte Stück „Merry Christmas“. Zum Finale stellten sich alle zehn Akteure am Altar auf und intonierten das irische Volkslied „You Raise Me Up“, dirigiert von Andreas Thon. Dessen Handschrift ist bei all den Musikern klar zu erkennen. Er zeigte sich auch voll zufrieden ob der Leistung seiner Schützlinge, die den verdienten Schlussapplaus mit Genugtuung entgegennahmen.
Aus den freiwilligen Spenden der Besucher am Ende kamen gut über 1000 Euro zusammen. Dazu kommt noch der Erlös aus einer Glühweinaktion der Katholischen Landjugend (KLJB) auf dem Kirchenvorplatz. Pater Thomas soll mit dem Geld die ärgste Not von Kindern in Indien lindern. Es soll helfen, die schulische Ausbildung zu verbessern, um den Jugendlichen eine gesicherte Zukunft zu ermöglichen. In dieser betreffenden Region wird eine Schule gebaut und die Spende fließt auch in dieses Projekt mit ein.
Pater Thomas war glücklich über die unverhofft hohe Einnahme und noch mehr von der Aussage eines Musikers am Ende des Konzertes: „Hier hat es uns prima gefallen in dieser herrlichen Kirche und ich glaube, wir kommen wieder.“

josef abt, © Friedberger Allgemeine

Zurück