Von Mozart bis Gershwin zum Tag der Deutschen Einheit

03.10.2003

Peter Papritz, Ralph Mocker, Harald Hofbauer und Mara Mütel, allesamt Lehrer an der Stadtmusikschule Friedberg, waren die Solisten beim diesjährigen Festkonzert zum Tag der deutschen Einheit in der Stadthalle. Unter der Leitung von Andreas Thon wurden sie von der Friedberger Jugendkapelle begleitet.

Von Mozart bis Gershwin zum Tag der Deutschen Einheit

Harald Hofbauer an der Klarinette interpretierte unter der Leitung von Andreas Thon Carl Maria von Weber's Concertino

Durchwegs sehr beachtliches Niveau bekamen die etwa 400 begeisterten Zuhörer beim diesjährigen Festtagskonzert zum Tag der Deutschen Einheit zu hören. Das Programm war exquisit ausgewählt. Vom klassischen Mozart, über die Romantik Carl Maria von Webers und der nationalrussischen Musik Rimskij-Korsakows spannte sich der musikalische Bogen bis zum Jazzklassiker, der "Rhapsody in Blue" von George Gershwin.

Die Friedberger Jugendkapelle unter der bewährten Leitung von Andreas Thon hatte dabei den ungewohnten Part eines begleitenden und unterstützenden sinfonischen Orchesters - und machte dies erfreulich gut.

Musikalische Bandbreite

Den solistischen Auftakt machte Ralph Mocker mit dem "Konzert für Posaune" von Nikolaij Rimskij-Korsakow. Mit einer auffallend schönen und weichen Tongebung gelang ihm gerade im langsamen Mittelsatz eine sehr intensive Interpretation. Gershwins "Rhapsody in Blue" nahm sich darauf Musikschulleiter Peter Papritz an. Papritz' besondere Stärken liegen in seiner großen musikalischen Bandbreite. Neben seiner klassischen Ausbildung am Klavier hat er auch profunde Kenntnisse im Jazzbereich. So wirken bei ihm gerade die vertrackten rhythmischen Figuren dieses modernen amerikanischen Klassikers leicht und natürlich.

Große Sicherheit

Carl Maria von Webers Concertino ist ein musikalisches Kleinod für die Klarinette und fester Bestandteile jeder professionellen klassischen Ausbildung an diesem Instrument.

Dass Harald Hofbauer dieses wunderbare romantische Werk schon viele Jahre im Repertoire hat, sah und hörte man an seinem Auftreten, das große Sicherheit offenbarte.
Auch Mara Mütel, "Neulehrerin" an der Stadtmusikschule wusste beim 3. Hornkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart mit einem sehr schönen und warmen Ton zu gefallen. Dass gerade Mozart mit seiner feinfiligranen Kompositionsweise ein überaus anspruchsvoller Brocken für ein Jugendblasochester ist, tat dem hohen musikalischen Niveau des Konzertabends keinen Abbruch. Die Besucher waren hörbar begeistert und bekamen von Peter Papritz als Zugabe noch einen bravourös gespielten "Rootbear Rag" von Billy Joel dargeboten.

© Stadt Friedberg

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