Zum Jubiläum in großer Besetzung

Men in blech und abgebrasst wollen bei zwei Auftritten am Wochenende ihr Publikum überraschen

18.12.2013

Zum Jubiläum in großer Besetzung

Friedberg/Kissing
Die beiden Bläserensembles men in blech und abgebrasst begehen am kommenden Wochenende ein Jubiläum, das nicht nur auf musikalisch langen Atem hindeutet: Seit zehn Jahren treten beide Ensembles im Wittelsbacher Land auf und zum ebenfalls zehnten Mal laden sie zu ihren beliebten Kirchenkonzerten mit vorweihnachtlicher Musik ein. Am Samstag, 21. Dezember, wird um 18:30 Uhr zunächst die Kirche St. Stephan in Alt-Kissing mit festlich-besinnlichen Klängen gefüllt, worauf dann am Sonntag, 22. Dezember, um 16 das traditionelle Konzert in der Stephanskirche in Friedberg-Süd folgt. Als Erzähler einer winterlichen Geschichte ist schon seit Bestehen der Konzerte Hermann Paul mit von der Partie.
Die Frage, was man denn zum Jubiläum Besonderes machen könnte, quälte die zehn Musiker zusammen mit ihrem Mentor Andreas Ton, dem Leiter der städtischen Jugendkapelle Friedberg, schon im Frühjahr. Schließlich entschloss man sich dazu, bei den Konzerten 2013 nicht als getrennte Gruppen nacheinander aufzutreten, sondern erstmals zu zehnt ein großes Ensemble zu bilden. „Wir haben erkannt, dass wir so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können. Es wird für das Publikum andersartige, sehr interessante Eindrücke und Klangerlebnisse geben und für uns stellt das Musizieren in Zehnerbesetzung eine ganz neue Herausforderung dar“, verrät men in blech-Trompeter Andreas Bolleininger.
So haben die beiden Ensembles im September auf der Rinnenhütte des Friedberger Alpenvereins ein intensives Probenwochenende zusammen absolviert, um sich auf die ungewohnte Besetzung einzustellen. Dabei haben sie ein Programm zusammengestellt, das den Zuhörern eine stimmungsvolle Stunde verspricht. Werke wie „I saw three ships“, „Ich steh’ an deiner Krippen hier“ oder „Festive Cheer“ versprechen besinnliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Verstärkung erhalten die zehn renommierten Musiker dabei von ihren Freunden Lukas Paul (Trompete) und Markus Kronhofmann (Percussion).
Dass alle Akteure an diesen Abenden ohne Gage spielen, ist Ehrensache und ein wichtiger Bestandteil der Idee hinter den Konzerten. Hornist Martin Nägele erklärt: „Als wir diese Konzerte zum ersten Mal planten, wollten wir im Advent Gutes tun. Zum einen Musikfreunden, die nach etwas anderen Klängen in der Vorweihnachtszeit suchen, und zum anderen auch Einrichtungen, die finanzielle Unterstützung dringend brauchen können.“ So kam im Laufe der letzten zehn Jahre eine hübsche Summe zusammen, die wechselweise gemeinnützigen Einrichtungen wie verschiedenen Kindergärten, dem Kinderheim oder der Sozialstation Friedberg zur Verfügung gestellt wurden. In diesem Jahr kann man mit etwas Glück der Gesamtbetrag die Zehntausend-Euro-Marke knacken.
Nach zehn Jahren ist es in den Reihen der Friedberger Jugendkapelle auch Zeit für die nächste Blechbläsergeneration, die als Quintett den etablierten Ensembles nacheifern möchte. Und so erhält zum Beginn der beiden Adventskonzerte das „neue“ Blechbläserquintett der Jugendkapelle SchutzBlech eine Plattform. Die jungen Nachwuchsbläser stimmen zum Konzertbeginn mit adventlichen Weisen auf den Abend ein. (FA)
Spenden Statt eines festen Eintrittspreises sammeln die Akteure wie gewohnt Spenden für einen guten Zweck. Der Erlös aus Kissing geht an den dortigen Kindergarten, in Friedberg wird das Kinderheim unterstützt.

bolleininger, © Friedberger Allgemeine

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