Draußen Rummel, drinnen Posaunen, Tubas und Trompeten

„Abgebrasst“ und „Men in Blech“ erobern die Herzen der Zuhörer im Sturm

21.12.2011

Draußen Rummel, drinnen Posaunen, Tubas und Trompeten

Das Konzert in St. Stefan in Friedberg-Süd mit „Abgebrasst“ und den „Men in Blech“ ist ein Publikumsmagnet. Während draußen der Weihnachtsmarktrummel tobte, erschallten drinnen Posaunen, Hörner, Tubas und Trompeten. „Wir haben ein Konzertprogramm zusammengestellt, das Bekanntes in neuem Gewande präsentiert“, erklärte Andreas Thon, Leiter der Jugendkapelle Friedberg. Andreas Bolleininger, Sprecher der „Men in Blech“, schloss sich dieser Aussage an. Beide wussten zu ihren Songs Amüsantes zu erzählen und Wissenswertes über Arrangements und Komponisten vervollständigten das Programm. Zum Auftakt adelten die beiden Gruppen das Publikum mit „The procession of the nobles“ von Nikolaj Rimsky-Korsakov.

Von Klassik bis zum Big-Band-Sound

Die Ensembles boten bei der „Stunde der weihnachtlichen Musik“ in St. Stefan ein weit gefächertes Programm. Dabei beeindruckte „Abgebrasst“ nicht nur mit vielfältigen Stilen, sondern auch mit großem Können. Das Bläserquintett, bestehend aus dem Posaunisten Christoph Steinhart sowie Lukas Schneider und Dominik Bolleininger (Trompeten), dem Tubisten Sebastian Thon und Hornisten Maximilian Fürst, glänzte in Sachen Perfektion und vor allem beim mitreißend musizierfreudigen und abwechslungsreichen Vortrag. Die Zuhörer erlebten Traditionelles wie den „Abendsegen“ aus Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck in einem aufregend neuen Arrangement und der „Crazy Tannenbaum“ hielt, was er verspricht. Mit eher jazzigen Klängen endete ihr Programm. „Abgebrasst“ könnte auch als Jazzband durchaus für Furore sorgen.

Trompeter Andreas Bolleininger von „Men in Blech“ hatte gut lachen. Sein Bläserquintett, zu dem noch der Trompeter Johannes Steinhart sowie der Hornist Martin Nägele, Christian Paul an der Tuba und der Posaunist Florian Pötzsche gehören, spielte nicht nur mit technischer Perfektion, es sprühte auch vor musikalischer Lust. Ihre Stärke besteht darin, dass sie alle Genres beherrschen, ganz gleich, ob es sich um Klassik, Spiritual, Jazz, Moderne oder um gemütliche Brauchtumsmusik handelt. Unterbrochen wurde die musikalische Darbietung mit einer Weihnachtsgeschichte, gelesen von Hermann Paul. Zum Schluss spielten beide Formationen ein „Adeste fideles“.

Nicht verebbender, stürmischer Beifall bescherte dann noch bejubelte Zugaben, bevor bei Glühwein und Keksen über das Konzert diskutiert wurde. (riem)

Manuela rieger, © Friedberger Allgemeine

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