Thomas Deisenhofer beim Workshop der Jugendkapelle

18.11.2010

Friedberg. Nach dem sehr erfolgreichen Workshop mit dem Startubisten Øystein Baadsvik im März richteten die Jugendkapelle Friedberg und der Förderverein zur musikalischen Ausbildung in Friedberg nun gemeinsam eine Fortbildung für Klarinetten aus. Als Dozent konnte Thomas Deisenhofer gewonnen werden, der in Augsburg und in Frankfurt bei Professor Löffler studierte. Danach folgten mehrere Aushilfen im Frankfurter Opernhaus, am Braunschweiger Staatstheater, beim Bayerischen Rundfunk und beim Augsburger Stadttheater. Artikel drucken

Thomas Deisenhofer beim Workshop der Jugendkapelle

Insgesamt 22 begeisterte Teilnehmer

Seit dem 1. September 1997 hat er eine Festanstellung bei der Sing- und Musikschule der Mozartstadt Augsburg als Instrumentallehrer. Weiterhin ist er an der Universität Augsburg als Dozent tätig und am Leopold-Mozart-Zentrum Augsburg hat er einen Lehrauftrag im Studiengang „Symphonisches Blasorchester“. Insgesamt 22 Teilnehmer, davon vier Bassklarinetten, waren begeistert von dem Lehrgang. Deisenhofer gab viele praktische Tipps zu den Themen Atmung, Klang, Material, Übeweise und Spieltechnik.

Die wichtigste Erkenntnis war, wie ein offener Klang erzeugt wird. Dazu wurden u. a. Übungen mit Terrabändern gemacht, um den Blaswiderstand zu spüren. Beim Einatmen gehen Bauch und Seiten nach außen, dabei ist ein leichter Druck auf das Brustbein zu spüren. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Luftweg offen ist.

Die Luft muss frei strömen können

Auch beim Ausatmen soll diese Stellung beibehalten werden, damit die Luft frei strömen kann. Mithilfe von Vokalen und in der oberen Lage Konsonanten kann der Klang optimiert werden. Dabei immer darauf achten, dass der Zungenrücken unten bleibt. Und immer schön locker bleiben. Jeder Teilnehmer wurde in Körperhaltung und Spielweise individuell beraten und erhielt hilfreiche Hinweise. Zum Thema Material gab es Gelegenheit, die neuen Kunststoffblätter von Legere auszuprobieren. Erstaunlich, wie gut der Klang mit diesen Blättern ist, die deutlich länger spielbar sind als herkömmliche Holzblätter.

Am Nachmittag wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt und erarbeiteten sich Ensembleliteratur, die dann abschließend vor allen Teilnehmern besprochen und verbessert wurde. Auch die Bassklarinetten erhielten eine individuelle Unterrichtsstunde.

Deisenhofer stellte zum Abschluss noch ein besonderes Instrument vor, eine Kontrabassklarinette. Der Klang überraschte und erstaunte alle. (FA)

thon, FA, © Friedberger Allgemeine

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