So bring ich die Klarinette zum Klingen

15.11.2010

So bring ich die Klarinette zum Klingen

Friedberg: Musikpavillon am Volksfestplatz | Nach dem sehr erfolgreichen Workshop mit dem Startubisten Øystein Baadsvik im März richteten die Jugendkapelle Friedberg und der Förderverein zur musikalischen Ausbildung in Friedberg nun gemeinsam einen Workshop für Klarinetten aus. Als Dozent konnte Thomas Deisenhofer gewonnen werden. Thomas Deisenhofer studierte in Augsburg und in Frankfurt bei Professor Löffler. Danach folgten mehrere Aushilfen im Frankfurter Opernhaus, am Braunschweiger Staatstheater, beim Bayerischen Rundfunk, beim Augsburger Stadttheater u.v.a. Seit dem 1.9.1997 hat er eine Festanstellung bei der Sing- und Musikschule der Mozartstadt Augsburg als Instrumentallehrer. Weiterhin ist er an der Universität Augsburg als Dozent tätig und am Leopold-Mozart-Zentrum Augsburg hat er einen Lehrauftrag im Studiengang "Symphonisches Blasorchester".
22 Teilnehmer, davon vier Bassklarinetten, waren begeistert von dem Lehrgang. Deisenhofer gab viele praktische Tipps zu den Themen Atmung, Klang, Material, Übeweise und Spieltechnik. Die wichtigste Erkenntnis war wie ein offener Klang erzeugt wird. Dazu wurden u.a. Übungen mit Terrabändern gemacht um den Blaswiderstand zu spüren. Beim Einatmen gehen Bauch und Seiten nach außen, dabei ist ein leichter Druck auf das Brustbein zu spüren. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Luftweg offen ist. Auch beim Ausatmen soll diese Stellung beibehalten werden, damit die Luft frei strömen kann. Mit Hilfe von Vokalen und in der oberen Lage Konsonanten kann der Klang optimiert werden. Dabei immer darauf achten dass der Zungenrücken unten bleibt. Und immer schön locker bleiben.
Jeder Teilnehmer wurde in Körperhaltung und Spielweise individuell beraten und erhielt hilfreiche Hinweise. Zum Thema Material gab es Gelegenheit die neuen Kunststoffblätter von „Legere“ auszuprobieren. Frau Berger vom Musikhof Augsburg hatte hier genügend Blätter zum testen da. Erstaunlich wie gut der Klang mit diesen Blättern ist, die deutlich länger spielbar sind als herkömmliche Holzblätter.
Am Nachmittag wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt und erarbeiteten sich Ensembleliteratur, die dann abschließend vor allen Teilnehmern besprochen und verbessert wurde. Auch die Bassklarinetten erhielten eine individuelle Unterrichtsstunde. Herr Deisenhofer stellte zum Abschluss noch ein besonderes Instrument vor, eine Kontrabassklarinette. Der Klang überraschte und erstaunte alle.
Der Workshop war ein voller Erfolg. Im nächsten Jahr ist in Friedberg ein Workshop für Saxophone geplant. Hoffentlich wieder mit so vielen begeisterten und engagierten Teilnehmern.

Andreas Thon, © MyHeimat Friedberg

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