Auch beim Volkstanz kommt man sich näher

29.10.2010

Friedberg. Es sieht ein bisschen aus wie Ringelreihen. Doch dahinter verbergen sich klassische, volkstümliche Tänze aus Frankreich. Wie man sie tanzt, zeigten 55 Musikschüler und -lehrer aus der französischen Partnerstadt Bressuire ihren Freunden von der Friedberger Jugendkapelle und den Gastfamilien. Die Kleine Halle bei der Grund- und Hauptschule war dafür fast zu klein. Denn dort übten Kinder, Jugendliche, Lehrer und Eltern gemeinsam die traditionellen Schritte ein.

Auch beim Volkstanz kommt man sich näher

„Die französischen Gäste sprühen vor Musikalität“, sagte Andreas Thon, Leiter der Jugendkapelle Friedberg. Er ist froh, die Musiker wieder in Friedberg zu haben. Denn letztmals hatte die befreundete französische Musikkapelle Friedberg vor fünf Jahren besucht. Nun gebe es wieder ein junges Blasorchester in Bressuire und der Austausch zwischen den beiden Jugendkapellen könne weitergeführt werden.

Schon vor 17 Jahren hatten eine vorherige Nachwuchsmusiker-Generation sich gegenseitig besucht. „Ich hoffe, dass dieser Austausch die Freundschaft wieder aufleben lässt“, sagte Thon. Es ist auch ein Aufeinandertreffen zweier Kulturen. Alle 55 französischen Gäste sind in Gastfamilien untergebracht. Den Unterschied bemerkte auch Cordula Schartel aus Hochzoll. Die 21-Jährige hatte zum ersten Mal Austauschgäste bei sich zu Hause. „Die Franzosen sind viel lockerer“, ist ihr aufgefallen.

Musik spielt bei dem Austausch nicht die wichtigste Rolle

Benedikt Basch aus Friedberg hat ebenfalls Gäste zu Hause aufgenommen. „Musik spielt bei dem Austausch nicht die wichtigste Rolle, es geht vor allem um den Austausch“, betonte auch der 21-Jährige. Und dies scheint an dem Tanzabend gelungen zu sein. „Es ist mal was anderes, so zu tanzen“, sagte Benedikt Basch.

Franziska von Plocki, © Friedberger Allgemeine

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